Mittwoch, 17. August 2011

Ordination im Upaya Zen Center II

Während der Zeit der Einkehr wurde mein Entschluss noch einmal innerlich bekräftigt und vertieft. Wir saßen in einem kleinen tibetischen Tempel, zur Gehmeditation lud eine Stupa im Innenhof zu einem Rundgang ein. Irgendwann wurden wir dann mit einer Prozession abeholt und betraten das Zendo, in dem schon die anwesenden Familienmitglieder, Zen-Praktizierenden und Freunde des Zen Centers warteten.








Ganz formal, mit vielen, vielen Niederwerfungen wurden wir durch die Zeremonie hindurchgeführt. Wir erneuerten die Gelübde, erhielten einen neuen Namen und die letzte Haarsträhne wurde abgeschnitten. Dann wurde uns unser Koromo überreicht, bei dessen Anlegung wir möglichst nicht mithelfen sollten. Es folgte das Rakusu, unser Okesa und das Zagu (Tuch, auf dem die Niederwerfungen gemacht werden). 

Alle diese Schritte wurden von Beate Sensei mit persönlichen Worten für unseren Weg versehen, denen wir und alle Anwesenden ganz gerührt lauschten. So war ich gänzlich von ihrer Erklärung meines neuen Namens, Myôren Seisho, angetan, dass ich später, als ich ihn zur Bekräftigung meiner Gelübde wiederholen sollte, gar nicht mehr richtig wusste und ihn wieder vorgesagt bekam.
 
Die Gelübde wurden wechselseitig von Beate Sensei und Joan Roshi vorgesprochen und von uns bekräftigt. Ich habe mich sehr gefreut, dass Joan Roshi an diesem besonderen Tag in Upaya mit dabei war. Bei ihrem großen Engagement und den damit verbundenen Reisen schätze ich ihre Anwesenheit ganz besonders. Sie strahlte auf mich eine tiefe Ruhe und Gelassenheit aus, was ich innerlich sehr begrüßte.

Ganz am Ende der Zeremonie wurden Keizan und ich unter Gesang von allen Anwesenden umrundet, bevor dann das obligatorische Foto gemacht wurde.



 






Auch in der Küche war schon lange Hochbetrieb, um uns mit besonderen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Und überhaupt hatten wir den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein bei fast 30 Grad. Der Nachmittag gehörte dann meiner Familie mit einem Rundgang in Santa Fe. Sie alle, wie auch ich müssen sich nun an meine fehlenden Haare gewöhnen.



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