Freitag, 15. April 2011

OKESA - das Reisfeld (I)

Ich sitze hier und nähe an meinem Okesa. Stich für Stich, unendlich viele so will es mir erscheinen. Durch die geöffnete Terassentür kommt ein milder Windhauch des Frühlings herein, ganz so wie ich auch die milde Wärme der Luft in den letzten Tagen des Herbstes fühle. Da ist kein Unterschied. Es fühlt sich einfach nur wunderbar an.

Okesa ist das Gewand der Mönche und Nonnen, das Buddha-Gewand. Dogen Zenji war in China tief ergriffen, als er vernahm, wie der Mönch neben ihm vor dem Anlegen seines Okesa das folgende Gedicht sprach:

Dai issai gedappu Ku      Wie großartig ist das Gewand der Befreiung.
Musō fuku den e             Formloser Bereich des Glücks.
Hibu nyorai kyo              Voller Glauben die Lehren des Tathagata tragend,
Kodo sho shujo                Will ich alle Lebewesen retten.

Das Okesa wird aus verschiedenen Stücken Stoff zusammen genäht, sie sollen Reisfelder symbolisieren und die kleinen sichtbaren Stiche Reiskörner. Das Reisfeld wird in Asien traditionell mit dem Bergiff der Arbeit assoziiert. Genauso ist auch das buddhistische Gelübde ist eine nie endende Verpflichtung zum Wohle aller Lebewesen zu wirken.

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